Der Anfang einer Beziehung

Ich habe länger drüber über die Dynamik des Beginns von Beziehungen nachgedacht. Inzwischen glaube ich zumindest für mich, dass der Beginn einer Beziehung in ganz überwiegendem Maße nur ein Sinn hat: Den Aufwand und die „Investitionskosten“ für halbwegs regelmässigen Geschlechtsverkehr zu minimieren.

Alles andere, emotionale Bindung, nicht „allein sein“ wollen, einen anderen Menschen auf emotionaler Ebene kennenlernen und ähnliche Aspekte die man üblicherweise mit einer partnerschaftlichen Beziehung verknüpft, sind vollkommen nachrangig und bleiben es auch für relativ lange Zeit. Etwas überspitzt formuliert: Der Deal am Anfang ist, dass man Freiheit und Unabhängigkeit aufgibt und im Gegenzug sexuelle Aktivitäten erhält.

Ich finde das ist überhaupt eine Erwähnung wert, weil ich auch glaube, dass das für viele, wenn nicht die meisten Menschen eigentlich so ist. Ich habe aber den Eindruck, dass sich viele Beziehungssuchende dessen entweder nicht bewusst sind oder das absichtlich aus ihrem Bewusstsein verdrängen.

Ich glaube, wäre man diesbezüglich ehrlicher zu sich selbst und auch zu anderen, könnte die Suche einer neuen Beziehung sehr viel weniger schmerzhaft und verletzend sein.

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